Thanksgiving ist ja hier das große Familienfest und ausnahmsweise ist auch ein Grossteil der Geschäfte geschlossen. Aber da ja unsere Familien nicht hier sind und sich auch keine Freunde gefunden haben, die mit uns Truthahn essen wollten, haben wir kurz entschlossen eine Blockhütte auf einer Ranch in Texas Hill Country gebucht (http://www.quiethillranch.com/). Das ist George W. Bush Homeland und der Rancher namens Jim erinnerte uns tatsächlich an George Bush. Naja, nicht überraschend waren daher Fotos von George und Laura (mit Unterschrift) an der Wand, mit einer persönlichen Danksagung für die Unterstützung der Wahlkampagne. Wir haben uns deshalb Kommentare über den idiotischen Präsidenten und seinen Sauhaufen von Administration verkniffen.

Texas Hill Country ist richtig schön. Leicht hügelig wie vielleicht die Eifel, nur natürlich anders in der Vegetation. Und es war schon ziemlich kalt, nur +1 Grad Celsius am Morgen. Auf dem Heimweg nach Dallas hatten wir sogar etwas Schnee. Für Julius gab's da Hühner, ein Pferd, einen Esel, einen Kater und ein Schwein namens "Pork 'n' Beans", an das man die Küchenreste verfüttern konnte. Die Ranch war so abgelegen, dass man schon ein Gefühl dafür entwickeln konnte, wie damals viele deutsche Siedler dort hin kamen und eine neue Existenz aufbauen mussten. Fredericksburg ist die nächste Stadt und die deutsche Abstammung sieht man dort überall.
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